Die Gemeinde Bous wird genau wie Ensdorf (siehe Artikel Saarbrücker Zeitung vom 21.09.2021) keine Rechtsmittel/Klage gegen die geplante Grubenflutung erheben.
„Unsere Fraktion hat sich vor dem Hintergrund der geplanten Grubenflutung im Vorfeld klar für Transparenz und die Einlegung der Rechtsmittel ausgesprochen. Leider ist unseren vorgetragenen Bedenken die Ratsmehrheit in der letzten Gemeinderatssitzung nicht gefolgt“, kritisierte der Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Christoph Küntzer.
Laut den bisher veröffentlichten Gutachten wollen die Experten nicht völlig ausschließen, dass es zu schädlichen Auswirkungen kommen könnte. Die Bouser Grünen sehen neben den potentiellen Umweltrisiken, die Risiken für die kommunale Infrastruktur und die Bouser Immobilienbesitzer als größte Bedrohung an. „Auch wenn die Gemeinde Bous bisher von Schäden wie in Saarwellingen verschont geblieben ist, nimmt sich die Gemeinde sich die Möglichkeit, weiter auf das Verfahren Einfluss zu nehmen. Wir können auch nur hoffen, dass sich dies nicht irgendwann rächt.“, so Küntzer weiter.
Der Entscheidung dieses Thema im nicht öffentlichen Teil der Gemeinderatsitzung, d.h. unter Ausschluss der Bouser Bürgerschaft stattfinden zu lassen wurde im Vorfeld bereits von der Grünen Ratsfraktion kritisch thematisiert. „Unserem Antrag das Thema Grubenwasserrisiken öffentlich zu diskutieren wurde mit Verweis auf die Geschäftsordnung durch den Bürgermeister und mit Stimmen der SPD/CDU Mehrheit im Rat verhindert. Küntzer weiter: “Wir kämpfen in Bous um die Zukunft unserer Kinder, teilweise mit hohem Aufwand für viel kleinere Dinge und dann wird bei solch einem Generationenthema die Diskussion hinter verschlossenen Türen geführt, da fehlen einem die Worte! Hatte man Angst Entscheidungen in der Öffentlichkeit zu äußern? Bürgerbeteiligung und Transparenz sehen anders aus“, kritisieren die Grünen das Verhalten des Bürgermeisters und der SPD/CDU Ratsmehrheit.