Entsetzen über Wahl von Ulrich und die mangelnde Selbstreflektion des neuen Landesvorstandes

Der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Bous zeigt sich entsetzt und betroffen über die Wahl von Hubert Ulrich zum Spitzenkandidaten der Grünen zur Bundestagswahl 2021. Die Art und Weise, wie sich der Parteitag über das Frauenstatut der Grünen hinweggesetzt habe, ist schockierend. Hier gibt es „eklatante Satzungsverstöße“. Der Ortsverband Bous distanziert sich deutlich zu den Vorgängen und wird es sich vorbehalten, für die aufgestellte Liste keinen Wahlkampf im Saarland zu machen.

Ortsverbandsvorsitzender Christoph Küntzer: „Man muss sich auch die Frage stellen: Trägt Hubert Ulrich alleinige Schuld oder sind es nicht auch seine Unterstützer*innen, die eine wesentliche Mitschuld an dem Eklat haben.“

Mit Barbara-Meyer Gluche und Ralph Rouget sind zwei Landesvorsitzende von Hubert Ulrichs Gnaden inthronisiert worden. Mit heutiger Email an alle Mitglieder wird deutlich, dass der neue Landesvorstand nicht über das notwendige Maß an Selbstreflektion und Distanz zu den Geschehnissen verfügt. „Dass ein Tag nach diesem Desaster von den neuen Landesvorsitzenden an Geschlossenheit,  Aufbruch und parteiinterne Prozesse der Zusammenführung appelliert wird ist mehr als scheinheilig, da gerade Barbara Meyer-Gluche und Teile des neuen Landesvorstandes (https://gruene-saar.de/landesvorstand/) die Spaltung aktiv im Hintergrund betrieben hatten.“