20. Mai – Happy World Bee Day auch in Bous!

Eine Welt ohne Bienen ist undenkbar

Die Bedeutung von Bienen als Bestäuber für Biodiversität und Ernährungssicherheit ist elementar für die Menschheit. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 20. Mai als World Bee Day ausgerufen. Damit unterstreicht die Weltgemeinschaft auch die Erkenntnis über den Rückgang der weltweiten Bienenpopulation und den dringenden Schutz der Bienen.

Weltbienentag

Heute ist Weltbienentag! 🐝 Wir GRÜNE setzen uns in Deutschland und Europa für mehr Artenschutz ein – denn Artenschutz kennt keine Grenzen. Wie Du uns dabei unterstützen kannst? Mit deiner Stimme für GRÜN am 26. Mai!Für mehr Grün in Oberwesel: www.gruene-oberwesel.de

Gepostet von Grüne Oberwesel am Montag, 20. Mai 2019

Was kann ich tun? Selbst aktiv werden!

Auf Fensterbrett und Balkon

Blühende Küchenkräuter wie Bohnenkraut, Borretsch, Minze, Salbei, Schnittlauch, Rosmarin, Thymian, Ysop und Zitronenmelisse im Balkonkasten erfreuen Bienen und bereichern unsere Gerichte.

Für Blumenkästen und Kübel eignen sich Kapuzinerkresse, Lavendel, Portulakröschen, Steinkraut, Vanilleblume und Wicken. Sonne mögen Frühlingsthymian, Gewöhnlicher Steinquendel, Kartäusernelke und Taubenkropfleimkraut. Halbschattige Kübel mögen Katzenminze, Knäuelglockenblume, Kopflauch, Rosa Gips- und Rotes Seifenkraut. Berglauch, Frühlingsadonisröschen und Kuhschelle. Auch italienische Waldrebe und Efeu sind bei Bienen beliebt.

Im Haus- und Nutzgarten
Ausreichende Nahrung versprechen vor allem einheimische Blumenarten. Für das Staudenbeet bieten sich an: Fetthenne, Kugeldistel, Löwenmäulchen, Phlox, Flockenblume, Malve, Schleifenblume und Vergissmeinnicht. Bienen mögen auch Gehölze wie Kornelkirsche, Hartriegel, Schneeball, Liguster, Weißdorn und Salweide. Pollen und Nektar in Hülle und Fülle bieten neben Beerensträuchern wie Himbeere und Brombeere auch Obstbäumen sowie Linde, Ahorn, Kastanie, Mehlbeere und Vogelbeere.

Gut gemeint, aber…
Manche Blumen wie Geranien, Pelargonien, Fleißige Lieschen oder Forsythien locken mit ihren Düften und Farben, bieten aber weder Nektar noch Pollen. In gefüllten Arten wie Rosen, Rittersporn, Astern und Pfingstrosen finden unsere Bienchen vor lauter Blütenblättern gar keinen Weg in die Blüte.  Beim Kauf von Blumenerde zum Schutz der Moore auf torffreie Erden achten oder selber mischen: Zu gleichen Teilen Gartenerde, Gartenkompost und Sand vermengen.

Unterstützt Eure lokalen Imker in Bous und in der Region! 

Regionalen Honig zu kaufen, nutzt allen. Wir unterstützen damit die Imker und deren Bienen, denn ohne die Honigbienen wäre unser Speiseplan drastisch kleiner. Auf ihren Flügen bestäuben die Bienen schließlich quasi nebenbei eine Unzahl an Nutzpflanzen von Obstbäumen bis hin zu Gemüse. Zwar tun Honigbienen und Wildbienen das nicht allein, aber sie sind die effizientesten Insekten: 90 Prozent der Obstbaumblüten werden von Bienen bestäubt. Für 500 Gramm Honig müssen Bienen zu 40.000 Flügen starten und 120.000 Flugkilometer hinter sich bringen.

Wer beim regionalen Imker kauft, kann außerdem sicher sein, dass dem Honig weder etwas hinzugefügt noch entzogen wurde. Imker halten sich an die Deutsche Honigverordnung. Darin steht: „Honig dürfen keine anderen Stoffe als Honig zugefügt werden.“ Dass der Honig mit der Zeit Kristalle bildet, bedeutet übrigens nicht, dass Haushaltszucker zugesetzt wurde, wie manche das glauben. Echter Bienenhonig wird früher oder später immer fest – und das ist ein Zeichen, dass er eben nicht stark erhitzt wurde. In einem Wasserbad mit maximal 40 Grad Temperatur wird er schnell wieder flüssig. Heißer darf das Wasser nicht sein, denn sonst gehen die wertvollen Honig-Enzyme kaputt.


Foto: privat; kleiner Bienenstand in Bous.

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