Nach Ulrichs Niederlage vor dem Schiedsgericht – Erste Schritte im landesweiten Parteiordnungsverfahren gegen Hubert Ulrich angelaufen

Der OV Bous und weitere saarländische Ortsverbände prüfen vor dem Hintergrund der desaströsen Vorgänge der letzten Wochen und Monate gegen den Ex-Landesvorsitzenden Hubert Ulrich alle Möglichkeiten eines Parteiordnungsverfahrens. In einem ersten Schritt, der jetzt eingeleitet wurde, ist zunächst zu klären, ob genügend substantielle Beweise für ein parteischädigendes Verhalten vorhanden sind, denn ohne diese wäre die Verhängung von Ordnungsmaßnahmen durch ein Parteischiedsgericht unwahrscheinlich. Zum Nachweis des parteischädigenden Verhaltens fordert der OV Bous auf, konkrete Informationen (z. B. Interviews, Schilderungen, Emails, Chatprotokolle oder ähnliche Dokumente) einzureichen, die die Argumentation im Verfahren untermauern. Nach unserer Einschätzung sind es oftmals nicht die ganz großen Dinge, sondern die Summe der Mosaiksteinchen, die zu einem entsprechenden Bild zusammenfügt werden müssen.

Ortsverbandsvorsitzender Christoph Küntzer: „Wir wissen, dass dieses Verfahren ein scharfes und nicht alltägliches Schwert in der innerparteilichen Auseinandersetzung ist, halten aber diese grundsätzliche Überprüfung nicht zuletzt auf Grund des entstandenen Schadens innerhalb der Partei für geboten.“ Der OV Bous wird in einem ersten Schritt prüfen, ob eindeutige Beweise vorliegen, die zeigen, dass gegen die Satzung oder den Grundkonsens unserer Partei verstoßen oder in anderer Weise das Ansehen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beeinträchtigt wurde bzw. der Partei dadurch ein schwerer Schaden zufügt wurde. „Die ersten positiven Rückmeldungen zeigen, dass viele engagierte Mitglieder diese Machenschaften, die unsere Parteiarbeit behindern missbilligen und möchten, dass der Landesverband wieder funktionsfähig wird, um seinen eigentlichen Aufgaben nachgehen zu können. Nach der Klage durch Hubert Ulrich gegen seinen eigenen Landesverband und seiner Niederlage vor dem Landesschiedsgericht kann man von einem mehr als einem zerrütteten Verhältnis von Ulrich zu den Grünen im Saarland sprechen.“, so Küntzer weiter. Das Schiedsgerichtsurteil finden Sie hier:  LSG-RLP-01-2021-Entscheidung-20210713

Interessierte grüne Mitglieder/Organisationseinheiten können als möglicher Mitantragsteller (Einzelperson, Fraktions-, oder OV/KV/LAG-Mitglied/Vorstand) mittels folgendem Formular anschließen. Weitere Dokumente –> Überprüfung – Parteiornungsverfahren 12.07.2021

Entsetzen über Wahl von Ulrich und die mangelnde Selbstreflektion des neuen Landesvorstandes

Der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Bous zeigt sich entsetzt und betroffen über die Wahl von Hubert Ulrich zum Spitzenkandidaten der Grünen zur Bundestagswahl 2021. Die Art und Weise, wie sich der Parteitag über das Frauenstatut der Grünen hinweggesetzt habe, ist schockierend. Hier gibt es „eklatante Satzungsverstöße“. Der Ortsverband Bous distanziert sich deutlich zu den Vorgängen und wird es sich vorbehalten, für die aufgestellte Liste keinen Wahlkampf im Saarland zu machen.

Ortsverbandsvorsitzender Christoph Küntzer: „Man muss sich auch die Frage stellen: Trägt Hubert Ulrich alleinige Schuld oder sind es nicht auch seine Unterstützer*innen, die eine wesentliche Mitschuld an dem Eklat haben.“

Mit Barbara-Meyer Gluche und Ralph Rouget sind zwei Landesvorsitzende von Hubert Ulrichs Gnaden inthronisiert worden. Mit heutiger Email an alle Mitglieder wird deutlich, dass der neue Landesvorstand nicht über das notwendige Maß an Selbstreflektion und Distanz zu den Geschehnissen verfügt. „Dass ein Tag nach diesem Desaster von den neuen Landesvorsitzenden an Geschlossenheit,  Aufbruch und parteiinterne Prozesse der Zusammenführung appelliert wird ist mehr als scheinheilig, da gerade Barbara Meyer-Gluche und Teile des neuen Landesvorstandes (https://gruene-saar.de/landesvorstand/) die Spaltung aktiv im Hintergrund betrieben hatten.“

Ortsverband der Grünen Bous unterstützt Spitzenkandidatur von Tina Schöpfer – Neuanfang kontinuierlich fortsetzen

Nach Bekanntgabe ihrer Spitzenkandidatur für den deutschen Bundestag sprechen sich die Grünen im Rahmen ihrer aktuellen Mitgliederversammlung in Bous einstimmig für die Kandidatur von Tina Schöpfer aus. Sie soll demzufolge auf Platz eins der Landesliste für die Bundestagswahl 2021 kandidieren. Tina Schöpfer ist seit 2016 Landesvorsitzende und in alle wichtigen Themen der Grünen gut vertraut, hat Erfahrung auf Bundesebene, ist dort gut vernetzt und repräsentiert den Landesverband insbesondere in Fragen der Europa- und Gleichstellungspolitik.
 
Ortsverbandsvorsitzender Christoph Küntzer dazu: 
„Ihre Erfahrung und Kompetenz sowohl auf kommunaler als auch auf Landesebene sind unbestritten. Gemeinsam mit Markus Tressel hat sie den Landesverband nach der verlorenen Landtagswahl 2017 erfolgreich durch schwierige Zeiten hindurchgeführt und ist nicht zuletzt auch mitverantwortlich für die mittlerweile guten Umfragewerte der Grünen im Saarland. Die saarländischen Grünen hätten mit Tina Schöpfer als Bundestagsabgeordnete aufgrund ihrer politischen Erfahrung, Bekanntheit  und Kompetenz ein positives und sympathisches Aushängeschild in Berlin.“
„Der Landesverband hat nach der verlorenen Landtagswahl 2017 einen politischen Neuanfang gestartet. Es ist Aufgabe des Landesverbandes, diesen Weg der Erneuerung mit Tina Schöpfer weiterzugehen“, so Küntzer weiter.
 
Hintergrund:
Die Politologin Tina Schöpfer ist seit 2003 Mitglied der Grünen, seit 2004 im Landesvorstand, seit 2015 Vorsitzende im Kreisverband Neunkirchen und seit 2019 Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat von Neunkirchen. Ihr besonderes Engagement zum Schutz von Natur und Umwelt auch in Bürgerinitiativen ist bekannt. Erinnert sei an die Auseinandersetzung über die Ansiedlung in Neunkirchen Betzenhölle.

Danke und Respekt!

Bild: Archiv Roland Wiesdorf

Der Ortsverband der Grünen Bous möchte sich auf diesem Wege beim bisherigen Landesvorsitzenden und Mitglied des Bundestages Markus Tressel nicht nur für die politische Unterstützung der letzten Jahre bedanken, sondern vor allem für die angenehme menschliche Umgangsart sowie die klugen und weitsichtigen politischen Ratschläge in vielerlei Hinsicht.

Lieber Markus,

wir respektiere deine Entscheidung zum Rückzug aus dem politischen Geschäft und finden den Mut und die Konsequenz bewundernswert und gradlinig. Markus, du hast deinen Heimatort nie aus dem politischen Blick verloren und die Bodenständigkeit gezeigt die so manchem Berufspolitiker fehlt. Dein Einsatz für Bous als Gemeinderatsmitglied oder gegen den Kraftwerksneubau in Ensdorf sollen an dieser Stelle nur exemplarisch erwähnt werden. Ob beim politischen Kaffeeklatsch mit Claudia Roth im Petri Hof, oder auf Stippvisite mit Renate Künast oder Cem Özdemir, Bous kennt fast jeder Grüne in Berlin!

Dank deines hohen Maßes von Kompetenz, Kommunikation und Vertrautheit geprägten Führungsstils ist es den Grünen Saar gelungen, einen erfolgreichen Weg einzuschlagen, der sich nicht nur durch bemerkenswerte Ergebnisse im letzten Kommunalwahljahr ausgedrückt hat. Der Kreisverband Saarlouis, aber auch der Ortsverband Bous verlieren mit dir einen wichtigen und einflussreichen Politiker auf Landes- und Bundesebene, aber keineswegs einen politischen wie auch persönlichen Freund und Berater in aktuellen und zukünftigen Fragen.

Du hinterlässt ein wohlbestelltes politisches Feld! Die Grünen Bous wünschen sich für die Zukunft der Partei, dass deine Empfehlung, junge, engagierte und talentierte Politikerinnen und Politiker der Grünen jetzt eine Chance haben sollten, auch auf Landesebene umgesetzt wird. Wir wünschen Dir, lieber Markus, für deine neuen beruflichen Pläne viel Erfolg und vor allem neben Gesundheit ein erfülltes und glückliches Familienleben.

Ortsverband
Bündnis 90/ Die Grünen Bous
Der Vorstand

Sie erreichen uns auch über Facebook, Instagram oder www.gruene-bous.de!

Wasser predigen und Wein trinken? Grüne stimmen der Erhöhung der Aufwandsentschädigung des Bürgermeisters um 125% nicht zu!

Verwaltung, CDU und SPD predigten in den letzten Jahren immer einen stringenten Sparkurs in Bous. Vor dem Hintergrund der Corona Krise werden bei Bürgern und Selbständigen zusätzlich die Gürtel gerade immer enger geschnallt. Viele Existenzen sind mehr als stark gefährdet. Arbeiter verzichten teilweise auf Löhne um Standorte zu sichern. Selbständige stehen nah vor der Insolvenz. Die Gemeinde wird herbe Gewerbesteuerausfälle verkraften müssen. Daher kann man von mehr als mangelndem Timing in diesem Punkt sprechen. Die dominierende Mehrheit von CDU und SPD im Gemeinderat ignorierte die Argumentation der kleinen Fraktionen in der Gemeinderatssitzung vom 17.12.2020 in Bous und stimmte in der Folge für eine 125% Erhöhung der Aufwandsentschädigung des Bürgermeisters von 80,- € auf 179,- € monatlich. Man sollte gerade in der aktuellen Situation mehr Fingerspitzengefühl erwarten können. Die Große Koalition verfährt im Einklang mit der Verwaltung nach dem Motto „Wasser predigen und Wein trinken“.

 

Klimawandel geht uns alle an – Durchschnittstemperatur im Saarland von 1881 – 2019!

Klimawandel geht uns alle an, denn die Folgen werden in den letzten Jahren auch bei uns in Bous immer deutlicher.

Wie sind die Temperaturen in unserem Bundesland  oder in anderen Regionen gestiegen?
Der Sommer 2020 war im Saarland zu warm und zu trocken. Zwar blieb eine Hitzewelle wie im vergangenen Jahr aus, die Durchschnittstemperatur war jedoch zu hoch. Im Vergleich verdeutlicht die folgende Grafik den Anstieg der Durchschnittstemperatur im Saarland von 1881 – 2019.
So stieg die Durchschnittstemperatur im Saarland von 1881 – 2019.
? kälter,   ? wärmer.

Wie aus der vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervorgeht, erlebte das Saarland mit einer Niederschlagsbilanz von 140 Litern pro Quadratmeter den trockensten Sommer in der Region seit 1983. Der Monat August war im Saarland mit 20,7 Grad Celsius der zweitwärmste seit Messbeginn.

Das Temperaturmittel lag bei 18,7 Grad Celsius und damit zwei Grad Celsius über dem Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990.

Die Sonne schien 680 Stunden, ein Plus von 49 Stunden. Gegenüber der wärmeren Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die positive Abweichung etwa 1 Grad Celsius.

Wissenschaftler warnen seit 1972 (Club of Rome) vor den verheerenden Folgen einer Erderwärmung durch den Klimawandel und einer ungebremsten Ausbeutung endlicher Ressourcen und fordern konkretes Gegensteuern von Gesellschaft und Politik.

Während sich unsere Gesellschaft immer bewusster wird, dass wir bei einem „weiter so“ in eine Katastrophe schlittern, haben einige noch immer nichts verstanden.

Wir sehen doch alle schon heute, wie ein Dürrejahr auf das andere folgt, wie unsere Ernten nicht mehr zu, sondern abnehmen, wie Wälder vertrocknen, wie seit 2002 in vielen Regionen fast keine Grundwasserneubildung mehr stattfindet, wie neue Bäumchen bis zu 90 Prozent nicht mehr anwachsen, wie der Meeresspiegel steigt, die Permafrostböden auftauen, wie also der Klimawandel unser Leben bedroht.

Wann wollen wir endlich auch auf kommunal/lokaler Ebene handeln, wenn nicht jetzt?

Fahrradparkplätze und E-Bike-Ladesäulen für Bous

Beispiel einer Fahrradladestation / Wadgassen Schwimmbad Foto c.kuentzer

2020-08-20

Antrag der Grünen Gemeinderatsfraktion angenommen:
Fahrradparkplätze und E-Bike-Ladesäulen für Bous

Der Bouser Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 02.07.2020 den Antrag der Grünen Fraktion zur Schaffung von Fahrradparkplätzen und Errichtung von E-Bike-Ladesäulen in Bous einstimmig angenommen. Die Schaffung von sicheren Fahrradparkplätzen, sowie die Errichtung von E-Bike-Ladestationen sollen zur Stärkung des Ortskerns und der dort anliegenden Gastronomie und Geschäfte beitragen.

Um die Vorstellungen der ortsansässigen Unternehmerinnen und Unternehmer zu integrieren, erfolgte die Vorbereitung des Antrags in konstruktiver Absprache mit der Aktionsgemeinschaft Bous. Die Parkplätze und Ladesäulen sollen konkrete Anreize setzen, für den einen oder anderen Besuch im Ortskern das Auto stehen zu lassen und auf das Fahrrad zu steigen. Daher erscheint uns dieses Projekt sowohl im Hinblick auf die Unterstützung der lokalen Unternehmerinnen und Unternehmer, als auch im Hinblick auf die derzeit angespannte Verkehrssituation im Ortskern sehr sinnvoll“, erläutert Noemi Messina, Mitglied der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bouser Gemeinderat und Sprecherin der Grünen Jugend Bous.

Alternative zum Auto – Beitrag zum Klimaschutz

In diesem Antrag der Grünen spielt auch der Klimaschutz eine übergeordnete Rolle. „Die Förderung des Radverkehrs trägt natürlich auch zur Reduzierung der Luftverschmutzung bei und stellt eine konkrete Maßnahme in Bous gegen den Klimawandel dar. Umso mehr freut es uns, dass der Antrag im Rat einstimmig angenommen wurde. Wir wollen uns weiterhin für die Stärkung des Radverkehrs einsetzen und emissionsarme Möglichkeiten der Mobilität vorantreiben vor diesem Hintergrund ist dies ein erster Schritt in die richtige Richtung“, erklärt Noemi Messina im Namen der Grünen Ratsfraktion.

Das Projekt soll nach Angaben der Grünenfraktion als Teil des Städtebaulichen Entwicklungskonzepts mit frei gewordenen finanziellen Mitteln der Gemeinde bereits vorab realisiert werden und könnte bis zu 80% mit Landesfördermitteln finanziert werden.

Eine zusätzliche Förderung ist darüber hinaus nicht ausgeschlossen. „Vor diesem Hintergrund hat unsere Fraktion eine Überprüfung der aktuellen Fördermöglichkeiten bzgl. des Klimaschutzes in Kommunen angeregt. Aktuell relevante Förderrichtlinien verändern sich und damit besteht die Chance in den Genuss entsprechender zusätzlicher Zuschüsse ohne bzw. mit extrem geringem Eigenanteil zu kommen“ so Christoph Küntzer Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bouser Gemeinderat.

Hintergrund

Das Bundesumweltministerium baut die des Klimaschutzes in Kommunen weiter aus. Mit Wirkung vom 1. August 2020 tritt eine neue Fassung der Kommunalrichtlinie in Kraft. Anlass der Neufassung sind die Maßnahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung.

Darüber hinaus können ab 1. August 2020 Radabstellanlagen mit integrierten PV-Anlagen gefördert werden, sofern es sich hierbei um energieautarke Insellösungen handelt. D.h. der in der PV-Anlage erzeugte Strom dient ausschließlich dem Eigenverbrauch und wird nicht ins öffentliche Netz eingespeist. Diese Ergänzung ist ein weiterer Baustein des Bundesumweltministeriums zur Unterstützung der Schaffung von umweltfreundlichen Fahrradabstellanlagen im Rahmen der Bike+Ride-Offensive.

Fahrrad+Ebike_Grüne Bous

Kontakt:

bous@gruene-saar.de
www.gruene-bous.de

06/20 Wasserspartipps Grüne Bous

Im Rahmen seiner letzten Sitzung hat der Gemeinderat Bous auf Antrag der Verwaltung die Abwassergebühren um 10% erhöht. Unsere Ratsfraktion hatte dieser Erhöhung nicht zugestimmt!
Wir haben uns aber in diesem Zusammenhang gefragt:
“Was kann jeder von uns tun, denn immerhin verbrauchen wir alle im Schnitt durchschnittlich 127 Liter Trinkwasser pro Tag, um hier zu Sparen und diese Gebührenerhöhung abzufedern?“
Mit ein paar einfachen Wasserspartipps lassen sich vielleicht viele Liter einsparen und auch der Geldbeutel schonen.
Die besten Tipps um Wasser zu sparen:
– kurz duschen statt in der Badewanne baden
– beim Waschen in der Dusche und beim Zähne putzen Wasserhahn abstellen (lässt man den Wasserhahn 3 Minuten laufen, werden etwa 30 Liter Wasser verschwendet)
– Sparspüler in der Toilette können den Wasserverbrauch um bis zu 18 Liter pro Tag und Person reduzieren
– Geschirr nicht unter fließendem Wasser abspülen
– wassersparende Einrichtungen wie Durchflussbegrenzer und Sparstrahler/-brausen einbauen / anbringen
– Wasser für die Gartenbewässerung aus einer Regentonne nutzen
– beim örtlichen Bauamt der Gemeinde Bous einen Antrag auf sog. Gartenwasserzähler stellen (https://www.bous.de/rathaus/buergerservice/formularcenter/)
– tropfende Wasserhähne reparieren
Abwassergebühren werden in Bous zum Teil auch nach versiegelter Fläche berechnet. Hier lassen sich durch das Entsiegeln von Flächen auch Kosten sparen. Bauen Sie unsere Tipps ganz einfach in Ihren Alltag ein oder behalten Sie diese im Hinterkopf z.B. bei Umbau- oder Sanierungsprojekten.
Durch Einsparung von Trinkwasser und Abwasser sinken nicht nur die Kosten. Sie sparen zum einen Energiekosten (Gas/Strom), für die Heizungsanlage, die das Wasser erwärmt und schonen damit auch das Klima, zum anderen zahlen Sie für jeden Liter Trinkwasser auch immer höhere Abwassergebühren.

20. Mai – Happy World Bee Day auch in Bous!

2020-05-20

Eine Welt ohne Bienen ist undenkbar

Die Bedeutung von Bienen als Bestäuber für Biodiversität und Ernährungssicherheit ist elementar für die Menschheit. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 20. Mai als World Bee Day ausgerufen. Damit unterstreicht die Weltgemeinschaft auch die Erkenntnis über den Rückgang der weltweiten Bienenpopulation und den dringenden Schutz der Bienen.

(Altes Wahlplakat 2019 – Thema jedoch aktuell wie nie)

Was kann ich tun? Selbst aktiv werden!

Auf Fensterbrett und Balkon

Blühende Küchenkräuter wie Bohnenkraut, Borretsch, Minze, Salbei, Schnittlauch, Rosmarin, Thymian, Ysop und Zitronenmelisse im Balkonkasten erfreuen Bienen und bereichern unsere Gerichte.

Für Blumenkästen und Kübel eignen sich Kapuzinerkresse, Lavendel, Portulakröschen, Steinkraut, Vanilleblume und Wicken. Sonne mögen Frühlingsthymian, Gewöhnlicher Steinquendel, Kartäusernelke und Taubenkropfleimkraut. Halbschattige Kübel mögen Katzenminze, Knäuelglockenblume, Kopflauch, Rosa Gips- und Rotes Seifenkraut. Berglauch, Frühlingsadonisröschen und Kuhschelle. Auch italienische Waldrebe und Efeu sind bei Bienen beliebt.

Im Haus- und Nutzgarten
Ausreichende Nahrung versprechen vor allem einheimische Blumenarten. Für das Staudenbeet bieten sich an: Fetthenne, Kugeldistel, Löwenmäulchen, Phlox, Flockenblume, Malve, Schleifenblume und Vergissmeinnicht. Bienen mögen auch Gehölze wie Kornelkirsche, Hartriegel, Schneeball, Liguster, Weißdorn und Salweide. Pollen und Nektar in Hülle und Fülle bieten neben Beerensträuchern wie Himbeere und Brombeere auch Obstbäumen sowie Linde, Ahorn, Kastanie, Mehlbeere und Vogelbeere.

Gut gemeint, aber…
Manche Blumen wie Geranien, Pelargonien, Fleißige Lieschen oder Forsythien locken mit ihren Düften und Farben, bieten aber weder Nektar noch Pollen. In gefüllten Arten wie Rosen, Rittersporn, Astern und Pfingstrosen finden unsere Bienchen vor lauter Blütenblättern gar keinen Weg in die Blüte.  Beim Kauf von Blumenerde zum Schutz der Moore auf torffreie Erden achten oder selber mischen: Zu gleichen Teilen Gartenerde, Gartenkompost und Sand vermengen.

Unterstützt Eure lokalen Imker in Bous und in der Region! 

Regionalen Honig zu kaufen, nutzt allen. Wir unterstützen damit die Imker und deren Bienen, denn ohne die Honigbienen wäre unser Speiseplan drastisch kleiner. Auf ihren Flügen bestäuben die Bienen schließlich quasi nebenbei eine Unzahl an Nutzpflanzen von Obstbäumen bis hin zu Gemüse. Zwar tun Honigbienen und Wildbienen das nicht allein, aber sie sind die effizientesten Insekten: 90 Prozent der Obstbaumblüten werden von Bienen bestäubt. Für 500 Gramm Honig müssen Bienen zu 40.000 Flügen starten und 120.000 Flugkilometer hinter sich bringen.

Wer beim regionalen Imker kauft, kann außerdem sicher sein, dass dem Honig weder etwas hinzugefügt noch entzogen wurde. Imker halten sich an die Deutsche Honigverordnung. Darin steht: „Honig dürfen keine anderen Stoffe als Honig zugefügt werden.“ Dass der Honig mit der Zeit Kristalle bildet, bedeutet übrigens nicht, dass Haushaltszucker zugesetzt wurde, wie manche das glauben. Echter Bienenhonig wird früher oder später immer fest – und das ist ein Zeichen, dass er eben nicht stark erhitzt wurde. In einem Wasserbad mit maximal 40 Grad Temperatur wird er schnell wieder flüssig. Heißer darf das Wasser nicht sein, denn sonst gehen die wertvollen Honig-Enzyme kaputt.


Foto: privat; kleiner Bienenstand in Bous.

Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus

2020-04-09
 
 
 
2020-03-29
 

Wir bedanken uns bei allen Mitarbeiter*innen, die in Verwaltungen, in Krankenhäusern, den Rettungsdiensten und an anderen Stellen mit großem Engagement und unter einer immensen Belastung daran arbeiten, den erkrankten Menschen zu helfen und weitere Infektionen möglichst einzudämmen.

Wir wissen, dass es für niemanden schön ist, Dinge, auf die man sich gefreut hat, nicht mehr tun zu können, oder eigene Veranstaltungen, die man lange geplant und vorbereitet hat, absagen zu müssen.

Wir halten diese Einschränkungen jedoch für absolut erforderlich, um die Verbreitung der Virusinfektion zu verlangsamen und die Zahl der infizierten Personen möglichst klein zu halten. Diejenigen, die von den Maßnahmen am stärksten betroffen sind, sind zugleich eher weniger gefährdet an einer Corona Erkrankung zu sterben. Es geht um Solidarität mit denjenigen, für die das Risiko eines tödlichen Verlaufs der Krankheit besonders hoch ist.

Vorstand Bündnis 90 / Die Grünen Bous

Bildquelle: Bündnis90/DieGrünen Tempelhof-Schöneberg 

Bous wird giftfrei und stellt sich der Digitalisierung



2019-07-01

Pressedienst

Bous wird giftfrei und stellt sich der Digitalisierung

Die Grünen Bous  haben im Rahmen der letzten Sitzungen des alten Gemeinderates zwei wichtige Anliegen noch erfolgreich durch die Gremien bringen können. “Unsere Anträge: „Bous wird giftfrei!“ und „Bous stellt sich der Digitalisierung“ konnten auch andere Fraktionen überzeugen. „Daher möchte ich mich über deren Unterstützung im Rahmen der Beschlussfindung auch herzlich Bedanken“, so Fraktionschef Christoph Küntzer.

Der Ausschluss von Glyphosat und anderen Herbiziden auf den von der Gemeinde bewirtschafteten Flächen und auch bei den verpachteten Flächen ist ein erster Schritt in die Richtige Richtung. Zusätzlich wird zukünftig die Gemeinde Bous im Bouser Echo über die Auswirkungen der Nutzung von Herbiziden und Insektiziden informieren bzw. Ihr Engagement für die Anlage insektenfreundlicher Grünanlagen forcieren.

Die für das Überleben vieler Tiere wichtigen Insekten nahmen in ihrer Masse seit 1989 um 80 Prozent ab. So nimmt bspw. die Krebsforschungsagentur der WHO an, dass das Totalherbizid Glyphosat auch krebserregend wirken kann. Um die gesundheitlichen, ökologischen und ökonomischen Schäden zu reduzieren ist es daher notwendig, dass die Ausbringung von chemisch-synthetischen Herbiziden und Insektiziden verboten wird. Glyphosat und Herbizidverbote auf kommunaler Ebene nehmen daher für uns in Bous einen hohen Stellenwert ein. Während andere darüber nachdenken und Gutachten in Auftrag geben handeln wir. 

Gleiches gilt für das Thema Digitalisierung. „Während auf höheren Ebenen noch um des Kaisers Bart gestritten wird machen wir Nägel mit Köpfen“, erläutert Küntzer. Die 2014 beschafften ipads für den Gemeinderat werden nun im Rahmen des Wechsels der Legislaturperiode der Grundschule/FGTS Bous überlassen. Die Digitalisierung prägt die Lebens- und Lernwelten von Schüler*innen immer stärker. Sie beeinflusst Denkweisen und Handlungslogiken, wälzt die gesellschaftliche und individuelle Kommunikation um, verwandelt die vertraute Arbeitswelt und verändert die Informations- und Wissensumgebung. Schulen müssen sich den Herausforderungen stellen. Sie müssen die Kompetenzen anbahnen, die junge Menschen dazu befähigt, in der komplexen digitalen Welt partizipieren und sie aktiv mitgestalten zu können. Das digitale Klassenzimmer scheint unter Pädagog/innen von Jahr zu Jahr präsenter zu werden. Mit der Bereitstellung der ipads geht die Gemeinde Bous einen Schritt voraus und ermöglicht Ihren Kindern eine entsprechende Qualifikation.